Leben ist fließen

Herzlich willkommen bei der geistlichen Begleitung in Berlin, angeboten von Markus Brandenburg, Pfarrer im Erzbistum Berlin.

Seit 2011 biete ich über diesen Weg Impulse zu religiösen Themen und Gedanken zu den Sonn- und Feiertagen an.

Gerne treffe ich mich mit mit Ihnen zu einen persönlichen Gespräch oder einer längeren geistlichen Begleitung. Auch kurzfristige Termine sind möglich.


Adresse, Kontaktdaten und Anmeldelink zum Newsletter finden Sie hier.

                                                                

Rubriken:

Gedanken zrum Sonntag

Dreifaltigkeitssonntag - All-verbindende Liebe

Lesen Sie hier weiter: Gedanken zum Sonntag


Aktuell:

Wort des Papstes zu Partnerschaft und Familie

Der ersten Reaktion der FAZ zufolge setzt das Dokument erfreuliche ermutigende Akzente!

Beauftragung zum Geistlichen Beirat beim Kreuzbund e.V.

Mit sofortiger Wirkung bin ich für die Tätigkeit als Geistlicher Beirat beim Kreuzbund e.V. beauftragt worden. Der Kreuzbund ist eine Selbsthilfe-Organisation für ein leben ohne Sucht, offen für Betroffene und Angehörige. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe!

Beginn der Ausübung der Heilkunde

Seit April 2015 habe ich die Zulassung zum Heilpraktiker. Derzeit arbeite ich an der Aufnahme der Tätigkeit als Heilpraktiker. Behandlungen können jetzt schon angefragt werden.

Mein Angebot als Heilpraktiker finden Sie auf der Webseite www.heilpraktiker-mbsr.de

Zitat des Monats:

Fragender Glaube

Ich glaube, dass ein fragender Glaube nachhaltiger ist als ein enthusiastischer, weil ich glaube, dass ein fragender Glaube die menschliche Grundbefindlichkeit vor Gott zur Geltung bringt: Gott ist der Antwortende -wir aber bleiben Fragende.

Rolf Schieder (* 79S3; Professor für Praktische Theologie und Religionspädagogik, Berlin)


Umgang mit Aggression lernen

Eine gesunde und kraftvolle Aggressivität zu entwickeln und zu leben, scheint mir eine Hauptproblematik und eine der wichtigsten Herausforderungen des geistlichen Lebens zu sein. Wenn es im geistlichen Leben darum geht, „Gott in allen Dingen zu suchen und zu finden“ (Ignatius von Loyola), dann gilt dies – wie in allen anderen Lebensbereichen – auch für das eigene Aggressivitätsverhalten. Aber nichts wird geheilt, was nicht zuvor akzeptiert worden ist (Irenäus von Lyon).

(Herrmann Kügler, Jesuit. In: Te Deum Mai 2015 S. 291f)



Kirche vor dem Kollaps? -

Ein sehr nachdenkenswerter Artikel in der FAZ


Aufruf zum Gebet für verfolgte Christen im nahen Osten

Aufruf des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg zur Lage im Nahen Osten

Wir, die Mitgliedskirchen im Ökumenischen Rat Berlin Brandenburg, beobachten mit großer
Sorge die Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten. Die zunehmende Welle
menschenverachtender Gewalt, die ganze Volksgruppen und religiöse Minderheiten zur
Flucht zwingt, veranlasst uns unsere Stimme zu erheben. Zahlreiche schockierende
Zeugnisse aus den betroffenen Regionen erreichen uns über viele unserer Mitgliedskirchen.
Vor den Augen der Weltöffentlichkeit verübt die Terrororganisation ISIS - seit kurzem auch
"Islamischer Staat" genannt - Verbrechen und Gräueltaten ungeahnten Ausmaßes gegen
alle, die ihre Auffassung vom Islam nicht teilen. Unschuldige Familien und besonders Kinder
werden zu Opfern fanatischer religiöser Gewalt. Wo über Jahrhunderte hinweg Christen,
Muslime und Vertreter anderer Religionen in Frieden koexistierten, erleben wir heute
ethnische und religiöse "Säuberungen" von historischem Ausmaß. Menschen, die ihren
Glauben frei ausüben konnten, werden unter Androhung und Einsatz von Folter zur
Konversion gezwungen. Das Leben der Christen im Nahen und Mittleren Osten, die diesen
Teil unserer Welt maßgeblich geprägt haben, steht vor der Auslöschung. Dieser Krieg gegen
die Menschlichkeit bedroht nicht nur die betroffenen Regionen, sondern gefährdet
zunehmend den Weltfrieden.
Der ÖRBB solidarisiert sich nicht nur mit den zahllosen Opfern vor Ort, sondern auch mit
jenen Mitgliedskirchen, die sich seit geraumer Zeit der Herausforderung stellen, Flüchtlinge
aufzunehmen und zu unterstützen. In dieser für uns alle kritischen Zeit sehen wir uns als
ÖRBB verpflichtet, unseren Glaubensgeschwistern in Gebet und Tat beizustehen. Dabei
wollen wir nicht nur unsere Kirchen für gemeinsame Gottesdienste, sondern auch unsere
Herzen öffnen und helfen, wo immer Hilfe benötigt wird.
Wir rufen die Mitglieder unserer Kirchen, aber auch alle Menschen guten Willens in Berlin
und Brandenburg auf, den hier ankommenden Flüchtlingen eine sichere Heimat zu geben.
Wir rufen auf, allen Opfern von Gewalt und Verfolgung Solidarität zu zeigen und humanitäre
Hilfe zu geben.
Wir rufen die Verantwortlichen in der Politik auf, sich aktiv für den Schutz religiöser und
ethnischer Minderheiten im Nahen Osten und weltweit einzusetzen und alle geeigneten
Maßnahmen zu ergreifen, um die Opfer der Menschenrechtsverletzungen zu schützen.
Wir rufen auf, im Gebet für den Frieden nicht nachzulassen.




GEBET

Herr Jesus Christus, Du hast gesagt, " Was ihr für einen meiner geringsten Brüder
getan habt, das habt ihr mir getan." (Mt. 25,40)

Wir bitten Dich für unsere Geschwister im Glauben und alle, die wegen
ihres Glaubens verfolgt werden, insbesondere in Syrien und im Irak.

Beschütze sie, stärke sie in ihrem Leid und lass sie Deine Nähe spüren. Sei du ihre
Hoffnung.

Wir bitten Dich für jene, die andere verfolgen und bedrängen.


Weite ihre Herzen im Geiste von Respekt, Achtung und Toleranz.
Lehre sie Güte und Menschlichkeit.

Wir bitten Dich für uns. Lass uns dich in den Notleidenden erkennen.

Bewege uns, sie bei uns willkommen zu heißen. Schenke uns die Freude zu dienen.

Amen.


Berlin, den 9. Oktober 2014



Pröpstin Friederike von Kirchbach Archimandrit Emmanuel Sfiatkos
(Evangelische Kirche Berlin-Brandenburgschlesische
Oberlausitz)

Vorsitzende des ÖRBB
(Griechisch-Orthodoxe Metropolie von
Deutschland)
stellvertretender Vorsitzender des ÖRBB


Impulse:

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Was soll das bedeuten? - Bedeutsames Leben

Was soll das bedeuten? – so fragen wir uns manchmal. Was soll das bedeuten, was ich da sehe? Ich verstehe es nicht. Ein Zusammenhang, den ich nicht erkenne, eine Ursache, die ich nicht sehe, der Sinn eines Ereignisses, der sich mir noch nicht erschließt – kurz: ich erlebe und erfahre etwas, das nicht in meinen bisherigen Deutungsrahmen passt. Es wundert mich, was ich da sehe und erlebe.

Erst in der Deutung bekommt mein Erleben – und damit mein Leben – einen Sinn. Ich sehe einen Gegenstand, der ist etwa 3m hoch, unten breiter, zur Spitze wird er schmaler, er hat grüne Spitzen – aha, ein Tannenbaum. Da hat er zwar eine Benennung gefunden, aber er hat noch keine Bedeutung. Einer unter vielen. Im Wald? Im Verkaufslager? Ein Symbol für den Schwarzwald? Ein Mahnmal für das Waldsterben? Ein Weihnachtsbaum? Ein Osterbaum? Oder was von alledem gleichzeitig oder doch was ganz anderes? Erst in seiner Be-Deutung wird er zu einem einzigartigen Baum, der ihn aus der Masse von Bäumen heraushebt. Erst dadurch, dass ich ihm eine Bedeutung gebe, schenke ich ihm auch Beachtung, er bekommt für mich einen Wert.

Wenn das schon für einen Tannenbaum gilt, um wieviel mehr gilt das für uns als Menschen und unser Leben! Welche Bedeutung gebe ich meinem Leben? Welche Bedeutung messe ich einem Ereignis zu, das sich jetzt gerade zwischen zwei Menschen ereignet? Welche Bedeutung hat es für mich, wenn ich gerade diese Zeilen schreibe – in der Hoffnung, dass andere lesen und ihnen eine Bedeutung für ihr Leben beimessen?

Dass Lebensereignisse sehr unterschiedlich gedeutet werden können, sehen wir jeden Tag. Für die einen sind Flüchtlinge eine nationale Bedrohung, für andere sind sie eine Aufforderung, Schutz zu gewähren und damit einen Beitrag zum Zusammenleben der Menschheitsfamilie zu leisten. Für den einen sind alle Wetterschwankungen Zeichen der globalen Klimakatastrophe, für den anderen bleiben sie belanglos – und Klimamodelle ein Ansporn zu einer neuen technischen Revolution...

Wie unterschiedlich Lebensereignisse gedeutet werden können, lesen wir schon in der Bibel: da wird ein Kind in Bethlehem geboren. Ein bedeutungsloses Ereignis – bis die Sterndeuter kommen und dem Ereignis eine Bedeutung gegeben wird. Euch ist ein König geboren worden. Und Engel geben die Deutung hinzu, dass es ein Friedenskönig sei. Die Hirten, die Untertanen, freuen sich über die Deutung der Geburt und atmen auf. König Herodes erschrickt über die Deutung der Geburt und lässt alle Kinder in dem Alter umbringen, weil er sich in seiner Macht bedroht fühlt. Ein Ereignis, zwei ganz unterschiedliche Bedeutungen.

Es ist also wichtig, welche Bedeutung ich einem Ereignis beimesse, denn sie bestimmt meine Gedanken, und meine Gedanken bestimmen mein Handeln, mein Handeln bringt wieder neue Ereignisse hervor, und diese bekommen wieder eine neue Bedeutung. So kann ich eine Kette einer Entwicklung in Gang setzen – in eine destruktive und negative – oder in eine positive und konstruktive Richtung.

Ein Tannenbaum, eine Geburt, eine Diagnose, ein Mensch vor meiner Tür... Alles kann eine Bedeutung bekommen – und mir selbst und meinem Leben eine Bedeutung geben. Oft erkenne ich das erst hinterher: dieses Ereignis war kein Zufall, sondern hat für mich eine Bedeutung. Es musste so sein. Prof. Jacobs bringt es so auf den Punkt: Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts gedeutet. Der Sinn von Ereignissen geht mir oftmals erst nachträglich auf. Im Moment des Ereignisses bin ich manchmal unsicher, verwundert, verwirrt, vielleicht sogar in Angst und Ablehnung. Was soll das bedeuten und warum gerade ich?

Da kann mir eine Grunddeutung meines Lebens helfen: glaube ich, dass mein Leben einen Sinn hat, dass mein Leben einen Beitrag zum Gelingen des Lebens der Menschheit leistet – und wenn der Beitrag noch so klein ist? Glaube ich, dass mein Leben einen Sinn hat, der über mein zeitlich begrenztes Leben hinaus von Bedeutung ist? Glaube ich, dass es einen umfassenden Sinn, ein Großes Ganzes, ja vielleicht sogar einen Gott gibt, durch den erst alles Leben einen Sinn bekommt?

Was soll das bedeuten..., so fragt ein altes Weihnachtslied. Und es gibt die Deutung, dass es gut ist, was da geschieht. Das wünsche ich auch Ihnen zum Weihnachtsfest und Jahreswechsel: dass Sie spüren, dass Ihr persönliches Leben in einem guten Sinn hat, für den es sich lohnt zu leben und zu lieben. Durch einen Sinn, den ich liebe, kommt mein Leben zu Kraft und Entfaltung.

Herzlich Grüße, ein gesegnetes Fest und guten Jahreswechsel wünscht Ihnen Ihr

Markus Brandenburg


Reite die Welle - bevor sie dich reitet!

Zum aktuellen Impuls kommen Sie hier.





Anders sehen und wahr-nehmen

Impuls im Monat August






Und jetzt das Wetter.

Impuls im Monat Juli




Gott kann nur im Schweigen verstanden werden.

Ein etwas philosophischer Versuch. Lesen Sie hier weiter.






Als der Stein ins Rollen kam - Impuls zu Ostern

Lesen Sie hier weiter.




Frühere Impulse:

Anhalten und staunen

Warum ich gerade an dieser Stelle stehen geblieben bin, weiß ich nicht mehr. Eigentlich hatte ich ein anderes Ziel. Es war wohl eine Intuition, meine Sinne haben etwas Wahr genommen, was mein Geist noch nicht registriert hatte. Der Intuition habe ich dieses schöne Bild zu verdanken.

Lesen Sie hier weiter.



Dankbarkeit schenkt innere Freude.

Siehe dazu ein wunderschönes Video von David Steindl-Rast


Papst Franziskus:

Was für ein fantastisches Bild! Kein unnahbarer Papst, sndern einer, der sich von Kindern anrühren lässt - und dieses Kind berührt! Fantastisch! Das sagt mehr über Franziskus als eine ganze Predigt! Ich freue mich, dass wir so einen Papst haben!




Interview mit Papst Franziskus

Rin Papst, der Hoffnung weckt - und in seinem Ansatz offener als so mancher Bischof ist: sein Ansatz ist nicht legalistisch, sondern von seelsorgerlicher Frage nach den Nöten der Menschen geleitet. Kirche als eine, die an den Grenzen lebt, das ist für mich eine ermutigende Vision!

Hier finden Sie das Interview in Teil 1 und Teil 2.


Ein Licht leuchtet in der FinSTERNis

Eine Weihnachtsbotschaft.
Lesen Sie mehr...





Wasser ist Leben - Leben ist Fließen

Die Faszination lebendigen fließenden Wasser! Lesen Sie mehr...




Was mir mein Teppich sagt

Lesen Sie hier weiter...




Du möchtest heute glücklich sein

Du möchtest heute glücklich sein. Sei es.
Lesen Sie hier weiter.

Etwas für PC-Freaks: Atempause!

Zwei Minuten Stille: Bitte hier klicken.



"Eigentlich"... leben

Sie kennen das Gefühl: Sie haben den ganzen Tag viel getan, Ihre Liste der Dinge, die Sie erledigen wollten, ist abgearbeitet, Sie haben auch etwas Freizeit gehabt und sind joggen gewesen – und trotzdem haben Sie das Gefühl, nicht das gemacht zu haben, was Sie „eigentlich“ tun wollten...? Wenn ich einmal Zeit habe, dann werde ich endlich... und ich verschiebe das Vorhaben immer wieder.
Das scheint normal zu sein, und wir haben viele Begründungen, warum das so ist. Wir müssen halt vieles tun, was wir uns nicht selbst ausgesucht haben, aber wenn wir mal frei haben, wenn wir Urlaub haben, dann...
Und im Urlaub ist es ebenso. Wir haben viel unternommen, aber „eigentlich“...
Dieses Gefühl hat weniger damit zu tun, WAS wir tun, sondern WIE wir die Dinge tun.
Ein Beispiel: ich fahre morgens zur Arbeit. Während der Fahrt denke ich schon daran, was ich als erstes machen werde, welche Laune der Chef / die Mitarbeiter wohl haben werden, ich bin genervt, weil es nicht schnell genug voran geht. So komme ich etwas unentspannt bei der Arbeit an. Eigentlich fahre ich gerne Fahrrad, aber Rad gefahren bin ich nicht. Denn ich habe auf dem Weg schon gearbeitet.
Es kann auch anders ein: Ich tue das, was ich tue, bewusst und mit ganzer Wahrnehmung. Ich gebrauche meine Sinne und bin wirklich da. wo ich bin.
Sie denken vielleicht, das ist ja selbstverständlich. In unserer Welt sieht es so aus: Während Sie Frühstücken läuft der Fernseher, werden die ersten Mails abgerufen und noch nebenbei Konversation mit dem halbverschlafenen Mitbewohner des Hauses geführt. Alles nebenbei, gleichzeitig und mit geteilter Aufmerksamkeit. Eigentlich möchte ich...
Machen Sie mal einen Selbstversuch: Wie duschen Sie? Nehmen Sie das Wasser auf Ihrer Haut wahr? Die Wärme oder Kühle? Wie es am Körper entlang fließt und abtropft? Wie es die Kopfhaut massiert? Oder sind Sie mit den Gedanken wo ganz anders, sodass Ihnen das
Erlebnis des Duschens entgeht?
Geistliche Begleitung und Coaching beinhalten daher als einen wichtigen Bestandteil Achtsamkeitsübungen zur Erlangung einer besseren Präsenz im Alltag.
Ganz im gegenwärtigen Augenblick zu leben „...bedeutet, dass jeder Augenblick vollständiger erfasst und lebendiger wird, da Sie durch das Verweilen im Augenblick die Fülle eines jeden Augenblicks erschließen.“ (Jon Kabat-Zinn)

Siehe dazu die Geschichte "Ich tue, was ich tue"

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